Digitalisierung

Digitalisierung bedeutet der realen Welt  maschinell verarbeitbare Daten zu gewinnen und diese zu verarbeiten. Maschinell verarbeitbare Daten im Verkehr entstehen in Fahrzeugen und in der Verkehrsinfrastruktur, in der Regel durch Sensoren. Die Menge der Daten und ihre Qualität nimmt ständig zu.  Je länger je mehr werde Fahrzeuge untereinander und mit der Verkehrsinfrastruktur vernetzt  und als Konsequenz entstehen mehr verknüpfbare Daten. 

Für die Verarbeitung grosser Datenmengen stehen zahlreiche Verfahren  und Verarbeitungskapazität Verfügung. Es sind für die Zukunft keine Grenzen der Erfassung von Zuständen der Realität in Form von Daten und ihrer Verarbeitung denkbar.

Digitalisierung ist mehr als ein Schlagwort. Die Möglichkeit zur Verarbeitung von Daten, vor allem der Echtzeitverarbeitung und die zukünftigen Möglichkeiten der Prognose, vor allem durch künstliche Intelligenz werden, ob man es will oder nicht, grossen Einfluss auf Wirtschaft und Gesellschaft haben. 

 Faire Mobilität nutzt diese Daten durch unterschiedliche Verarbeitungsformen, um Sicherheit und Nachhaltigkeit des Verkehrs zu erhöhen. 

Digitale Interventionen nutzen die Daten und ihre Verarbeitungsmöglichkeiten und greifen in den Verkehr ein. Das Spektrum der Interventionsmöglichkeiten ist gross. Es reicht von Hinweisen für Verkehrsteilnehmende bis zu staatlichen Zwangsmassnahmen.







Im Zeitalter der Digitalisierung gibt es verschiedenen "Regeln", die sie kennzeichnen. Drei wichtige "Regeln" sind:

  • Alles was digitalisiert werden kann wird digitalisiert. Diese "Regel", der ursprünglich von Carly Fiorina kam, drückt pragmatisch aus, dass sich die Grenzen der Umwandlung von  Informationen aus der Realität in maschinell lesbare Daten ständig verschiebt. Insbesondere die Fortschritte in der Sensorik sind ein Treiber dieser Entwicklung
  • Alle Daten, die digitalisiert werden, können (irgendwann) gespeichert und verarbeitet werden.
    Diese "Regel" drückt aus, dass die Speicher- und Verarbeitungsmöglichkeiten nach wir vor wachsen und dies auch zu vertretbaren Kosten. Vor diesem Hintergrund gibt es in Zukunft schier unbegrenzte Möglichkeiten der Verarbeitung.
  • Alle Daten, die vorhanden sind, werden (irgendwann) auch verwendet.
    Jenseits aller zu einem bestimmen Zeitpunkt gültigen rechtlichen Grenzen oder Selbstbeschränkungen von Personen, staatlichen Stellen oder Unternehmen  werden die Daten irgendwann doch verwendet. Sehr oft sind Nachrichtendienste die ersten, denen "viele" innovative Personen oder Unternehmen folgen. Anders ausgedrückt bedeutet diese "Regel": Es ist nur eine Frage der Zeit bis alle maschinell verfügbaren Daten auch genutzt werden.

 

Digitalisierung von Fahrzeugen



In immer Fahrzeugen, PKW's, LKW's, Bussen, Motorräder, Fahrrädern oder E-Rollern sind eine Vielzahl von Sensoren, wie beispielswiese, Kameras, Radar oder Beschleuni-gungs- oder Feuchtigkeitssensoren und für die Verarbeitung der Daten notwendige Speicher- und Rechnerkapazität eingebaut. Nicht zu vergesse als Erfassungs- und Verarbeitungskapazität für Verhalten im Verkehr sind die Smart Phones, die voll von Sensoren sind.

Digitalisierung der Verkehrsinfra-struktur


Die Digitalisierung der Verkehrs-infrastruktur schreitet langsamer voran, aber langsamer als die Digitalisierung von Fahrzeugen. Es gibt unter dem Schlagwort "Smart Cities" immer Anstrengungen Sensoren in der Infrastruktur, beispielsweise zur Zählung oder Beobachtung von Verkehr, einzubauen und diese zu Nutzen. Es ist zu erwarten, dass beispielsweise zur Optimierung des Parkverkehrs, stark in Digitalisierung der Verkehrsinfrastruktur investiert wird.


Vernetzung des Verkehrs



Bereits heute sind viele Kraftfahrzeuge mit Hilfe von Mobilfunk mit dem Back-End der Automobilhersteller verbunden. In Zukunft ist davon auszugehen, dass alles mit allem vernetzt ist. Diese zukünftige Vernetzung ermöglicht es, Daten. wenn notwendig in Echtzeit, beispielsweise aus Fahrzeugen mit der Verkehrsinfrastruktur, zu verknüpfen und auszuwerten. Die wachsende Verbreitung der 5G-Technologie wird die Vernetzung des Verkehrs stark beschleunigen.

Daten 

Daten sind Ausgangspunkt und Ergebnis der Digitalisierung. Daten sind das Oel des digitalen Zeitalters Im Verkehr entstehen jeden Moment eine fast unüberschaubare Menge an Daten. Erzeuger der Verkehrsdaten sind u.a. Smart Phones, die bereits heute jede Bewegung aufzeichnen, Fahrzeuge, wie beispielsweise PKW's oder Sensoren, die in die Infrastruktur eingebaut sind.  Menge und Qualität der Daten wird in Zukunft massive steigen. Damit stehen neue Möglichkeiten der Auswertung und von Interventionen in den Verkehr möglich. Das Forschungsprojekt "Fairer Verkehr" will aufzeigen, welche Daten heute bereits verfügbar sind, welche Daten in Zukunft entstehen werden und wie diese Daten im Sinne fairen Verkehrs genutzt werden können. 
Bereits heute existieren Daten beispielsweise aus Sensoren in der Verkehrsinfrastruktur, die öffentlich zugänglich und damit nutzbar sind